Pimmelschimmel in der d.bar
So, der Gig in der d.bar ist erledigt. Waren grandios, um nicht zu sagen kongenial. Von einer überirdischen Omnipräsenz im Sound zu einer anbetungswürdigen Bühnenperformance haben wir alles gegeben. Wir wurden von uns selbst, zu recht wie ich finde, in den Status “Götter” erhoben. Aber wir waren auch irgendwie sexy. Das weibliche Publikum hat sich scharenweise die Kleidung vom Leib gerissen und sich selbst dem gemeinen Mob hingegeben, während das männliche Publikum vor ehrfürchtigem Staunen in religiöse Katatonie versank. Das Thekenpersonal schrie nach nur 3 Min 17 “Freibier für alle”. Ein neuer Rekord, der endlich die 4 Min 12 im Misch-Masch ablöst, bei dem Frank noch höchstpersönlich den Wirt mit einer zerbrochenen Flasche Jack-Daniels bedrohen musste.
Die ersten Tumulte brachen aus, als Paddy sich während des Schlagzeugspielens rhythmisch sein Shirt auszog und die ekstatischen Fans die Bühne stürmen wollten. Nackte Leiber wälzten sich ineinander, zufällig kopulierend, während wir triumphierend über die Rücken der Anwesenden kletterten und frenetisch weiter “Everything Twice” sangen. Und das war erst unser zweites Lied.
Zur Eskalation kam es dann bei “These Days” in der Reggae-Version, bei der sich vier jamaicanische Voodoo-Priester in Trance dazu verleitet fühlten, vor den Augen der Anwesenden ein Hühneropfer zu zelebrieren. Wir konnten durch stimmgewaltige Blues-Intervention drei der anwesenden Hühner retten, die dann an Daniel zur sicheren Obhut in die Küche übergeben wurden.
Der Auftritt ging dann wie gewohnt weiter. Die Löscharbeiten dauern noch an.
Sodele – hat ein wenig gedauert, aber nach DER Session brauchte eigentlich jeder ein paar Tage Entspannung und Erholung…
Fotos sind online: http://fotos.danyalexander.de/thumbnails.php?album=102
Coole Bilder.